Inhaltsstoffe & Prozentangaben

Inhaltsstoffe | CBD Öl 5% 10%

Inhaltsstoffe von CBD-Öl

CBD Öl besteht aus einem Trägeröl und einem Zusatz von CBD. 100% reines CBD kommt nur in kristalliner Form vor. Es wird inzwischen als Akutmedikament für Epilepsie-Patienten erforscht und befindet sich in der finalen Testphase. Als Trägeröl wird meist das Hanfsamen-Öl verwendet. Naturöl ist für CBD ideal, da es sehr fettlöslich ist. Darum eignet sich CBD Öl auch sehr gut für Cremes. Durch die Fettlöslichkeit zieht das Öl sehr gut in die Haut ein. Neben dem Hanfsamenöl wird auch Leinsamenöl, Sonnenblumenöl oder sogar Nuss- oder Kokosöl als Trägeröl verwendet. Mit der Änderung des Trägeröls nehmen die Hersteller auf die Geschmäcker und mögliche Allergien der Kunden Rücksicht. Das CBD, das Cannabidiol, stellt zwar den größten Teil der Cannabidoide, welche ihren Weg ins CBD-Öl finden. Insgesamt wurden jedoch über 480 Wirkstoffe, unter anderem weitere Cannabidoide, im Hanf nachgewiesen. Was in jedem Fall bei einem hochwertigen CBD-Öl ausgeschlossen werden muss, ist das psychoaktive THC.

THC gilt nach wie vor als illegale Rauschdroge, deren Besitz und Handel strafbar ist. Da gewissen Verunreinigungen mit THC während der Produktion von CBD Öl nie ganz auszuschließen sind, wurde der Grenzwert für einen THC Gehalt auf 0,2% festgelegt. 

Legal und sogar nützlich sind die weiteren Bestandteile von CBD Öl, die allerdings nur in geringen Spuren vorhanden sind. Der Großteil dieser zusätzlichen Bestandteile sind ihrerseits Cannabinoide:

  • CBC: Dem Cannabinoid CBC wird eine ähnlich entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaft wie dem CBD nachgesagt. Außerdem soll es die Zellen zur Erneuerung stimulieren können.
  • CBDa: CBDa ist die Vorstufe von CBD. Es ist das, was die Pflanze anlegt und im Harz anreichert. CBDa wird erst während der Extraktion zu CBD weiter veredelt. Dennoch können sich im CBD Öl immer noch Spuren von CBDa befinden. Das CBDa wurde lange pharmakologisch mehr oder weniger ignoriert. Inzwischen schaut man sich diesen Wirkstoff aber wesentlich genauer an. Es steht in Verdacht, sehr gut gegen Übelkeit helfen zu können. Im Laborversuch wurde sogar eine Wirksamkeit gegen Krebszellen beobachtet.
  • CBG: CBG, ausgesprochen „Cannibigerol“ ist ein Cannabidoid, dem eine antibakterielle Wirksamkeit nachgesagt wird.
  • CBN: Cannabinol ist ein Cannabinoid mit angstlösender Wirkung. Außerdem soll es für eine Senkung des Augeninnendrucks sorgen. Allerdings hat CBN auch eine leichte psychoaktive Wirkung. Sein Gehalt im CBD Öl ist allerdings sehr gering.

Neben den Cannabinoiden finden sich im CBD-Öl noch weitere Inhaltsstoffe. Diese sind:

Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren: Die für die Gedächtnisleistung und Nervenbildung so wichtigen Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren kommen im CBD-Öl im Verhältnis 1:3 vor. Dieses Verhältnis ist für die Aufnahme im menschlichen Körper ideal. Im reinen CBD sind die Omega- Fettsäuren allerdings extrem gering vertreten. Wird als Trägersubstanz jedoch Hanfsamenöl verwendet, steigt der Gehalt der Omega 3, 6 und sogar 9- Fettsäuren signifikant an.

Für eine Grundversorgung mit Omega-3 und -6 Fettsäuren ist das CBD Öl jedoch reichlich zu teuer. Das wesentlich günstigere Hanfsamenöl ist hier ein preiswerterer Lieferant. Er eignet sich vor allem für Personen, die keinen Fisch mögen.

Gamma-Linolensäure: Gamma-Linolensäure ist eine Fettsäure, der bereits erfolgreich bei Menschen mit Schuppenflechte und Neurodermitis angewendet wurde. Auch bei anderen Hautproblemen wird Gamma-Linolesäure heute in Pflegemitteln eingesetzt.

Vitamine: Es konnten im CBD-Öl auch Vitamine nachgewiesen werden. Der Hauptanteil der Vitamine im CBD Öl stellt das Vitamin E. Es hat sich als wichtiges antioxidatives Mittel erwiesen, mit dem freie Radikale bekämpft werden können. Das macht es vor allem als Anti-Aging Mittel sehr attraktiv. Darüber hinaus hat es zellschützende Eigenschaften und steht in Verdacht, Schlaganfällen, Herzinfarkten, degenerativen Nervenerkrankungen und sogar Krebs vorbeugen zu können.

Weitere Vitamine im CBD-L sind B1 und B2. Vor allem das Vitamin B1 gilt als wichtiger Botenstoff für die Ausschüttung des Stimmungshormons Serotonin. Aus diesem Grund wird das Vitamin B1 auch zur Behandlung von Depressionen eingesetzt. B2 ist ein natürlicher Bestandteil von Zellen und tritt dort als Co-Enzym in Erscheinung.

Mineralien: CBD enthält auch elementare Bestandteile. Dazu zählen Eisen, Kalium, Kalzium, Kupfer, Mangan, Magnesium, Natrium, Phosphor und Zink.

Eisen ist der Bestandteil des „roten Blutfarbstoffs“ Hämoglobin. Es ist für den Sauerstofftransport zuständig. Kalium ist ein wichtiger Bestandteil für die Nervenfunktionen. Kalzium ist der Hauptbestandteil der Knochen und der Zähne. Es kann nicht vom Körper selbst produziert werden. Man ist deshalb auf die externe Zufuhr angewiesen. Kupfer ist für die Blutbildung und für das Immunsystem von großer Bedeutung. Der Körper kann Kupfer nicht einlagern, darum muss es ständig von außen zugeführt werden. Mangan ist wichtig für das Bindegewebe. Magnesium ist für das Muskelwachstum und den Ausgleich der körpereigenen Elektrolyte wichtig. Natrium wird für die Muskelkontraktion und für den allgemeinen Stoffwechsel und die Reizweiterleitung benötigt. Phosphor unterstützt den Zellaufbau, die Zähne und die Knochen. Zink ist ein elementares Spurenelement, das für das Funktionieren von über 300 Enzymen erforderlich ist.

Als weitere Elemente sind im CBD Chlorophyll und Carotinoide enthalten. Die grünliche Farbe des Öls hat seinen Ursprung im Chlorophyll-Gehalt. Dieser Stoff sorgt in Pflanzen dafür, dass Sonnenlicht und Kohlendioxid in Sauerstoff und Stärke umgewandelt wird. Im Körper von Menschen und Tieren ist es für die Zellatmung von großer Bedeutung. Die Zellatmung ist eine elementare Funktion einer Zelle, die für ihre Entgiftung und Entschlackung erforderlich ist. Ein hoher Chlorophyll-Anteil ist damit für den Sauerstoff-Austausch und die Abwehrkräfte positiv.

Carotinoide, die Ähnlichkeit des Namens zu „Karotten“ ist kein Zufall, sorgen für den rot-goldenen Farbstich im CBD-Öl. Carotinoide schützen die Augen und stärken die Membranen der Zellen. Vor allem sind Carotinoide aber für einen gesunden Cholesterinspiegel sehr hilfreich. Eine gesunde Ernährung mit einem hohen Anteil an Carotinoiden kann damit vor Arterienverkalkung schützen, was sich positiv auf das gesamte Herz-Kreislauf-System auswirkt.

Prozentangaben von CBD-Öl

CBD ist in reiner Form ein Kristall. Zu 100% reines CBD-Öl gibt es deshalb nicht. CBD muss in irgendeiner Form mit einem geeigneten Trägeröl gemischt werden, um als CBD-Öl gelten zu können. Da CBD fettlöslich ist, funktioniert sein Auflösen in Speiseölen aller Art sehr gut. CBD Öl wird bevorzugt mit Hanfsamenöl vermischt. Da es in steigender Konzentration immer bitterer wird, variieren die Hersteller die Trägeröle. Bei höheren Konzentrationen ist Kokosöl als Trägeröl sehr beliebt. Es überdeckt den bitteren Geschmack des CBD recht gut. Neben Hanfsamen- und Kokosöl werden auch andere, übliche Kernöle verwendet. Fischöl mit CBD ist hingegen noch recht selten. Die Auswahl an unterschiedlichen Trägerölen ist vor allem für Allergiker sehr interessant. So können Personen, die auf Haselnüsse oder Walnüsse allergisch sind, sich einfach für ein anderes CBD-Öl entscheiden.

Die Bandbreite an unterschiedlichen Konzentrationen ist recht groß. Die Prozentangabe kann durchaus wörtlich verstanden werden: In einem 10% Öl kommt tatsächlich 100ml CBD auf 1 Liter Öl  Üblich sind folgende Produkte:

 

  • 2-3%: CBD Öl in dieser niedrigen Konzentration wird für Katzen und kleine Hunde bevorzugt.
  • 5%: Ab dieser Konzentration wird das Öl für Menschen interessant. Es eignet sich besonders gut für „CBD-Öl-Einsteiger“. Zum einem ist es preislich noch vertretbar, zum anderem ist die Dosierung in dieser niedrigen Konzentration noch recht einfach. Es kommt hierbei auf einen Tropfen mehr oder weniger noch nicht so sehr an.
  • 10% Öl: Zehnprozentiges Öl ist bereits deutlich teurer. Bei dieser Konzentration können sich aber schon „Sofort-Effekte“ bemerkbar machen. Wer unter Krämpfen und Schmerzen leidet, der kann mit dieser Konzentration beginnen.
  • 15 – 25% Öl: Dies sind Öle, bei denen eine akute Hilfestellung zu erwarten ist. Ihre Dosierung ist nicht mehr ganz so einfach. Ein Tropfen mehr oder weniger kann den Unterschied zwischen Entkrampfung und einer starken Müdigkeit ausmachen. Spätestens ab 20% sollte unbedingt ein Arzt über die Einnahme von CBD informiert werden.
  • 35 – 50%: Dies sind sehr starke Öle, die keinesfalls ohne ärztlichen Rat konsumiert werden sollen. CBD Öl kann zwar nicht überdosiert werden und es sind keine Nebenwirkungen bekannt. Diese Öle sind jedoch sehr teuer und können bei einer zu hohen Dosis in eine bleierne Müdigkeit und einem langen Schlaf enden. Außerdem stehen so hohe Konzentrationen in Verdacht, die Aufnahme von Medikamenten zu verlangsamen.
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CBD Autor

CBD Autor

Herbert Havera ist Autor und beschäftigt sich schon seit mehreren Jahren mit der Thematik Ernährung/ Gesundheit. In seiner Recherche sind mehrere Stunden an Arbeit geflossen bzw. stehen wir generell im engen Kontakt mit Forschungseinrichtungen, Mediziner und Anwendern. Dank der wertvollen Informationen aus unserem Netzwerk, sind wir in der Lage stets fundierte Informationen rund um Heilmittel bieten, die uns die Natur freiwillig anbietet. Der enorme Vorteil von Naturheilmitteln ist, dass sie meistens frei von Nebenwirkungen sind. Dennoch dürfen sie nicht hemmungslos konsumiert werden. Wir klären Sie darüber auf, welche Tagesdosis unbedenklich, ideal und nicht mehr gesund ist. Denn wie Paracelsus schon sagte: „Nichts ist Gift, alles ist Gift – alleine die Dosis macht das Gift“.  Wir bieten Ihnen Informationen stets nach einer fundierten Recherche. Wir forschen intensiv nach den neuesten Studien, in denen sich die Naturheilmittel unter strengen Tests bewähren mussten. Und wo sich ein angepriesenes Mittel nachweislich als Mummenschanz und Quacksalberei entpuppt hat, lassen wir Sie das ebenfalls wissen.

Quellenangabe

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